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9 Ausrüstungstipps für die Herbstwanderung

Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit zum Wandern: Die Temperaturen sind abgekühlt, die Insekten sind größtenteils verschwunden und die Farben in den Wäldern sind unglaublich schön. Für diese Übergangssaison nehme ich immer ein paar Anpassungen an meiner Wanderausrüstung vor, um bei einer ausgiebigen Herbstwanderung besser vor Kälte und Nässe geschützt zu sein. Nachfolgend findest du einige Ideen für Wanderer, die sich auf meinen unzähligen Herbstwanderungen bewährt haben. 
 

1. Schuhe: Ein bisschen zusätzlicher Schutz

Im Sommer genügt oft ein leichter Trailrunning-Schuh oder Wandersandalen. Bei einer Herbstwanderung kann der Untergrund jedoch etwas nasser und rauer sein, und dein Rucksack kann mit einigen zusätzlichen Bekleidungsschichten etwas schwerer sein. Daher sind im Herbst und Winter Wanderschuhe zu empfehlen, die mehr Halt und Schutz bieten. Wasserdichte Modelle sind gut für diejenigen, die in regnerischen und nassen Regionen leben, während nicht wasserdichte Schuhe eine bessere Atmungsaktivität bieten und eine gute Wahl für Wanderer sind, die hauptsächlich auf trockenen Wanderwegen unterwegs sind. Bei Schnee oder bei starkem Regen solltest du ein wasserdichtes Modell mit Gamaschen kombinieren. So bleiben deine Füße warm und trocken.

Mit dem Mammut Mercury III Mid GTX kannst du als Wanderer im Herbst nichts falsch machen. Mammut hat sich in den letzten Jahren zu meiner Lieblingsmarke entwickelt, was Wanderschuhe betrifft. Wanderschuhe von Mammut bieten meiner Meinung nach die besten Kombinationen aus Komfort, Gewicht und Schutz. Der Mercury III Mid GTX ist mein Lieblings-Leichtschuh des Jahres 2021. Er fühlt sich wie ein Laufschuh an, bietet jedoch mehr Halt. der Gore-Tex-Innenschuh gibt dir zusätzliche Sicherheit, wenn du auf nassen und schlammigen Wegen unterwegs bist.

Der Schuh hat eine eher schmale Passform und fällt etwas kleiner aus. Ich habe Schuhgröße 43 und das Modell in Größe 43 1/3 (UK 9) gewählt. Die Schuhe passen perfekt. Mit dicken Socken war es anfangs ein wenig eng. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Schuhe nach dem Einlaufen etwas weiten. Also im Zweifel lieber eine Nummer größer wählen, wenn du sie mit dickeren Wandersocken tragen möchtest! Eine gute Übersicht über die einzelnen Wanderschuh-Kategorien findest du im Artikel „Wanderschuhe – welche sind die richtigen?

2. Dickere Wanderhosen

Bei warmen Temperaturen bevorzuge ich dünne und luftige Wanderhosen, die man kaum spürt. Im Herbst ist es keine schlechte Idee, eine Wanderhose mit zusätzlicher Dicke und Winddichtigkeit zu wählen, die aber trotzdem angenehm zu tragen ist.

Die RevolutionRace Nordwand Pro ist in meinen Augen die beste Wanderhose und dick genug für moderate Herbstbedingungen. Wichtig ist, dass sie den Wind gut abhält, eine hervorragende Bewegungsfreiheit bietet und auch in der Stadt gut aussieht.

Bei allen Wanderhosen und besonders bei dünneren Modellen kannst du immer noch einen dünnen Woll-Baselayer für zusätzliche Wärme drunter ziehen.
 

3. Kunstfaser Isolationsjacke

Isolationsjacken aus Kunstfaser eignen sich hervorragend für typische Herbstbedingungen. Sie atmen viel besser als Daunen und isolieren auch bei Nässe effektiv. Das macht sie zu einer idealen Außenschicht für kühles und feuchtes Wetter. Nach meiner Erfahrung ist eine leichte Kunstfaserjacke ideal für Aktivitäten mit geringer Leistung bei Temperaturen von 5 bis 15 Grad Celsius, was wiederum perfekt für eine Herbstwanderung. Die Hauptnachteile sind Gewicht und Packbarkeit: Kunstfaserjacken sind schwerer als ihre Gegenstücke aus Daunen und lassen sich nicht so klein stopfen. Aber für die meisten Wanderungen in der Nebensaison lohnen sich die Kompromisse in Bezug auf Atmungsaktivität und Leistung bei feuchtem Wetter. Wenn dir besonders kalt ist, solltest du in Erwägung ziehen, eine leichte Daunenjacke oder einen anderen Midlayer (z.B. Fleecejacke) in deinen Rucksack zu packen, um sie während der Pausen entlang des Weges anzuziehen.

Meine Lieblings-Isolationsjacke ist die Arc’terix Atom LT Hoody: Sie ist warm, hält leichten Wind gut ab und ist so bequem wie es nur geht. Eine Kunstfaserjacke kann im Herbst sehr gut als äußere Schicht getragen werden. Die meisten Kunstfaserjacken haben auch eine DWR-Behandlung für zusätzlichen Schutz bei leichtem bis mäßigem Niederschlag. Bei stärkerem langanhaltenden Regen solltest du eine zusätzliche Regenjacke oder einen Regenschirm im Rucksack haben.

4. Unterwäsche aus Merinowolle

Wenn du sehr kälteempfindlich bist, kann eine obere und/oder untere Funktionsunterwäsche für zusätzliche Wärme sorgen. Merinowolle ist hier das klare Material der Wahl: Sie ist leicht, super bequem und nimmt Schweiß und Wasser nicht auf, wie Baumwolle. Sie nimmt auch kaum Körpergeruch auf. Nichts ist perfekt, aber Merinowolle macht einen verdammt guten Job. Die Probleme mit Merino sind, dass es teuer ist und nicht ewig hält. Achte darauf, dass du es in kaltem Wasser wäschst und auf der Leine trocknest.


5. Eine einfache Mütze

Körperwärme entweicht vor allem über deinen Kopf. Eine einfache Mütze aus (Merino-)Wolle oder Synthetik kann helfen, dich auf deiner Herbstwanderung warm zu halten. Besonders hilfreich ist an kalten Tagen, wenn du eine Pause beim Wandern einlegst und schnell Wärme verlierst. Aus diesem Grund solltest du immer eine Mütze dabei haben, zumal sie auch nicht viel Platz im Rucksack wegnimmt.

Foto von Elizabeth Zernetska von Pexels


6. Regenjacke oder Hardshell

Egal zu welcher Jahreszeit, Wanderer brauchen eine gute Regenjacke. Die beste Wahl hängt von deinem Budget ab. Die Resolve 2 Jacke von The North Face ist leicht, atmungsaktiv, wasserfest, lässt sich klein zusammenpacken und liegt mit ca. 110 Euro im im unteren Preisbereich.

7. Tagesrucksack für die Herbstwanderung

Wanderer brauchen immer einen guten Tagesrucksack. Im Herbst hast du mehr zu verstauen, als im Sommer. Daher sollte das Volumen des Rucksacks mindestens bei 20 Litern liegen. Der Osprey Stratos 24 hält kurzen Regenschauern stand und hat für anhaltenden Regen eine integrierte Regenhülle. Der Stratos 24 ist mit einer fortschrittlichen Federung extrem komfortabel und hat allen Schnickschnack, den man als Wanderer braucht.

8. Handschuhe für die Herbstwanderung

Handschuhe gibt es in verschiedenen Ausführungen und Stärken. Für die meisten Herbsttemperaturen kann eine einfache, leichte Variante, wie die Ibron Glove Multisport Handschuhe von Ziener die Kälte leicht abwehren.

9. Wandersocken für die Herbstwanderung

Spezielle Wandersocken sind das ganze Jahr über ein Muss, aber besonders wichtig, wenn die Temperaturen sinken. Für kühle Herbsttemperaturen empfehle ich eine Socke mit leichter bis mittlerer Polsterung, am besten aus Merinowolle. Merinowolle ist weich auf der Haut, isoliert auch bei Nässe und stinkt nicht, wie Kunstfaser- oder Baumwollsocken. Gute Erfahrungen habe ich mit den Wandersocken TK2 von Falke gemacht. Wenn man am Abend vor der Wanderung seine Füße mir Hirschtalg einreibt, wandert es sich, wie auf Wolken 🙂

Weitere Dinge, die auf keiner Wanderung fehlen sollten, findest du im Artikel „10 Must-Haves beim Wandern„.

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