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Nachtwanderung – aktiv Wandern als Nachtschwärmer im Dark Mode!

Eine Nachtwanderung in der Natur sorgt für Adrenalinkicks! Hast du schon einmal faszinierende Fledermäuse, Glühwürmchen, Igel oder Waschbären live gesehen? Im Dunkeln ist gut Munkeln. Statt Partykeller könnt ihr auch eure Feier mit Kindern in den Wald verlegen. Und zwar in der Nacht! Jeder bringt dazu eine Taschenlampe oder Zettel mit, so könnt ihr viele außergewöhnliche Spiele machen. Ihr könnt auch ohne Lampe Anpirschen, Verstecken und Schatzsuche trainieren.

Willst du wissen, was alles in der Natur passiert, während du gewöhnlich schläfst? Sehen blaue oder grüne Augen besser im Dunkeln? Wie ist deine Orientierung, wenn du nicht so weit sehen kannst wie tagsüber? Sei einmal als Bio-Nachtschwärmer der Natur auf der Spur, wenn’s draußen dunkel ist!

Beobachte geheimnisvolle Waldtiere und dich selbst auf einer Nachtwanderung! Pirsche dich an, gewöhne dich an ungewöhnliche Geräusche und entdecke Nachtblüher. Es erfordert etwas Mut, aber sorgt für ordentlich Nervenkitzel und Abwechslung. Mit oder ohne Taschenlampe gibt es viele Möglichkeiten für Action im Reich nachtaktiver Tiere und Mondblumen. Überzeuge dich selbst!

Eine Nachtwanderung erfordert Mut

Hast du noch keine Erfahrung darin, nachts in der Natur herumzupirschen, dann wähle zunächst eine Vollmondnacht. Oder kaufe eine gute Taschenlampe als Begleiter! Dein Umfeld wirkt nämlich wie eine völlig andere Welt, wenn du im Dunkeln auf Wanderschaft gehst. Denn alles erscheint plötzlich etwas unheimlich. Überall sind Schatten und dunkle Abschnitte, die du nicht komplett überschauen kannst. Umso mehr erleichtert es, wenn du Wege bereits kennst und feste Orientierungspunkte hast. Tatsächlich sind ab der Dämmerung auch viele Tiere unterwegs, die sich dann gut tarnen können. Auch springen so weniger Hunde herum. Nachts huschen Mäuse, Igel, Rotfüchse, Mardertiere aller Art, wie Dachse und teilweise sogar Waschbären durch deutsche Wiesen und Wälder. Auch wenn du nicht alle siehst, so hören, riechen und sehen sie dich hervorragend!

Wandern mit Taschenlampen ist spitze!

Hast du eine Taschenlampe, dann leuchte beim Wandern in der Nacht alles an, das dir rätselhaft erscheint. Das ist ein großer Pluspunkt! Manche Taschenlampen haben bunte Blenden oder Bildscheiben zur Erzeugung farbiger Muster, andere sind spezielle Outdoor- oder Solarlampen. Probiert einmal Zapfenhüpfen mit LED-Stablampe!
Wenn’s plötzlich um deine Leuchte herum flattert und brummt, sind dies entweder Schwärmer, Spanner oder Eulenfalter. Sie gehören alle zu den Nachtfaltern, die wiederum Schmetterlinge sind! Ihre Fühler haben keine dicken Enden. Schmatzt etwas laut im Dunkeln, ist dies wahrscheinlich ein goldiger Igel! Er frisst Fallobst, Insekten aller Art, sogar Mäuse und Frösche.

Mit deiner Lampe vergewisserst du dich auch, ob alle Sprossen der Leiter zum Hochstand intakt sind, bevor du hinaufkletterst. Kennst du nachtaktive Blumen? Während Gänseblümchen nachts ihre Blüten schließen, blühen Nachtkerzen und Ziertabak leuchtend auf. Sie lassen sich durch Nachtfalter bestäuben, statt durch Bienen. Unter anderen locken auch weiße Flammenblumen, weiße Lilien, Oleander, Geißblatt und manche Seerosen Nachtfalter durch Wohlgerüche und Blütenpracht an. Auch Parcourslauf und Taschenlampen-Schatzsuche nachts sind Spezial-Events!

Beobachte Tiere auf deiner Nachtwanderung

Schärfe deine Sinne durch eine Nachtwanderung. Vielleicht kannst du dieses Wissen einmal gut gebrauchen. Erfahrung verleiht Selbstvertrauen! Es ist ein grandioser Ausflug, tief in die Welt nachtaktiver Tiere einzutauchen. Sicherheitshalber solltest du mindestens eine weitere Person mitnehmen, Kinder unter sechzehn Jahren jemand Erwachsenes. Denn nachts ist es schwieriger, Hilfe zu finden, falls man beispielsweise mit dem Knöchel umknickt.

Am besten kannst du Nachttiere weiter weg von Häusern beobachten, wenn du eine Zeitlang ganz still bist. Rehe seht ihr von Juli bis Oktober vom Jägersitz nahe ihrer Fressplätze aus. Rehe können bellen, fiepen, schnauben und keuchen. Die im Gegensatz zu Dachsen wenig scheuen Waschbären findest du am Leichtesten im Herbst, nahe von Flüssen und in der deutschen Waschbär-Hauptstadt Kassel. Die Klettermaxe futtern sich dann Winterspeck an und waschen ihre Speisen im Wasser. Auch Fledermäuse sind nächtliche, possierliche Winterspeck-Futterer. Die gut durchblutete, sensible Fledermaushaut würde tagsüber bei starker Sonnenbestrahlung überhitzen. Die meisten dieser braunen oder anthrazitfarbenen Tierchen fliegen am Waldrand, in Waldlichtungen, Wasserfledermäuse auch über Wasseroberflächen, und fressen Insekten. Sie „sehen“ durch Stäbchen, Zapfen, plus Ultraschall-Echoortung, wobei ausgesendete Schallwellen zu ihnen zurückkehren, nachdem sie auf etwas prallten.

Im Juni oder Juli kannst du auf naturbelassenen Wiesen mit Altholz unerwartet auf eine Schar Glühwürmchen treffen. Sie leuchten tatsächlich und sehen aus wie längliche braune Käfer mit Beinen. Manche Arten dieser Käfer mit Leuchtzellen am Hinterteil haben auch eine Art Blinklicht vorne rechts und links! Schneckenvertilgende Larven und erwachsene Weibchen haben dagegen keine Flügel und sehen wurmähnlich aus. Siehst du also einen abgehobenen, fliegenden Leuchtkäfer, ist dies ein Männchen. Er „fliegt“ wohl gerade auf ein grünlich schimmerndes Weibchen auf einem Busch oder Baum. Du findest sie am ehesten ab 22 Uhr-24 Uhr, fern von Häusern, Kunstlicht, Schneckengift und Pestiziden. Ihre Biolumineszenz, dass sie selbst Licht herstellen, beruht auf der Säure Luziferin, im Kontakt mit Sauerstoff und dem Enzym Luciferase. Lux heißt Licht, ferre tragen.

Glühwürmchen zu beobachten ist eines der schönsten Erlebnisse. Die kuriosen Leuchtkäfer-Larven ernähren sich drei Jahre hauptsächlich von Schnecken, deren Schleimspur sie folgen. Erwachsene trinken nur Wasser, leben bis zur Paarung und Eiablage, und sterben daraufhin nach einem erfüllten Leben.

Mit welcher Augenfarbe sieht man nachts am besten?

Menschenaugen müssen sich beim Heraustreten aus einer beleuchteten Umgebung in die Dunkelheit erst umstellen. Nach fünf Minuten hat die Sicht vom bunten Zapfen- zum unscharfen Stäbchensehen in Grauabstufungen gewechselt. Eine alte Volksweisheit lehrt: „Nachts sind alle Katzen grau!“ Stäbchen sind empfindlicher gegen UV-Strahlung als Zapfen.

Die Pigmente der Augenfarbe bestimmen nicht, wie gut wir nachts sehen. Alle Menschen haben blaue Augen, die durch andersfarbige Pigmente darauf auch grün, grau oder braun aussehen können. Bei Diabetes dunkelt die Augenfarbe nach. Wer nachtblind ist, sieht nachts weniger gut, oder fast nichts mehr, weil das Stäbchensehen nicht richtig funktioniert. Das kann an Vitamin-A-Mangel liegen, Genetik oder an bestimmten Krankheiten, wie Diabetes.

Tipp: Mit Zeiss i. Scripiton- für kontrastreiche Nachtsicht oder DriveSafe-Brillengläsern von Zeiss haben Wanderer und Autofahrer auch im Dämmerlicht, Nebel und nachts klare Sicht.

Nachts mit Kindern wandern

Ist Wandern mit Kindern gut, wenn’s draußen dunkel ist? Kinder selbst lieben, wenn du ihnen sagst: „Wir spielen heute Nachteule oder huschen wie Mäuse durch den Wald!“ Diese persönliche Herausforderung sorgt auch beim Wandern mit Kindern im Urlaub für Spaß. Generell tut es uns aber besser, bei Tageslicht herumzuspazieren und dabei unsere Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Auch entspricht es unserer menschlichen Natur, bei Tag wach zu sein und nachts zu Schlafen. Daher sollten wir unseren Tag-Nacht-Rhythmus nicht ständig auf den Kopf stellen. Hin und wieder nachtaktiv zu sein, um zu erfahren, wie Natur um diese Zeit tickt, ist jedoch eine tolle Erfahrung. In deutschen Wäldern hörst du beispielsweise Stein- und Waldkauz, Sumpf- und Waldohreule, Uhu, Schnee- und Schleiereule.

Findet also zuvor heraus, welche Arten von Eulen, Käuzchen und Grillen es in eurer Umgebung gibt und wie ihre weithin hörbaren Rufe, beziehungsweise Zirpen im Sommer, sich unterscheiden. Dann seid ihr noch wachsamer und wie echte Tierforscher unterwegs. Es ist gut, wenn Kinder lernen, zu klassifizieren. Vielleicht gelingt es euch auch, die Geräusche der Nachttiere nachzuahmen?

Wer seinen Familienwanderungen oder Touren mit Freunden eine besondere Nuance verleihen will, trifft mit Nachtwanderungen auf jeden Fall ins Schwarze! Mit Taschenlampen den Weg vorleuchten, dabei verbinden sich Moderne und archaische Triebe. Die kleine Prise Neandertaler in uns liebt es, auf nicht asphaltierten Pfaden herumzuschleichen, auch einmal nachts und ohne Lampe! Im Gegenteil zur Disco, die das Gehör verschlechtern kann, werdet ihr durch eine regelmäßig durchgeführte Nachtwanderung hellhöriger. Unserer Gesundheit bekommt es zwar besser, wenn dies eine Ausnahme bleibt. Als Bereicherung unserer Erfahrungen und kleines Abenteuer, das unseren Alltag aufpeppt, ist eine Nachtwanderung aber eine erstklassige Idee!

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