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Wandern – 7 Tipps für Anfänger

Zum Wandern brauchst du keine besonderen Fähigkeiten. Wandern kann fast jeder, der laufen kann. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, mit der Natur in Kontakt zu treten und in sie einzutauchen. Wer wandert, betreibt Sport und tankt gleichzeitig Energie. Im Folgenden findest du 7 wertvolle Tipps, die dir als Anfänger helfen sollen, das Wandern für dich zu entdecken und es lieben zu lernen.

1. Wähle eine überschaubare und leichte Route

Wenn du dich gleich an eine lange und harte Wanderung wagst, wirst du vermutlich ziemlich leiden.
Der größte Fehler, den viele zu Beginn gerne machen, ist, es zu übertreiben. Sie wählen eine Wanderung, die entweder zu lang ist oder zu viele Höhenmeter hat. Wenn du gerade erst mit dem Wandern anfängst, wähle am besten eine Wanderung unter 10 Kilometern in möglichst flachem Gelände. Du wirst dich im Laufe der Zeit automatisch steigern und längere Strecken gehen wollen. Höre auf deinen Körper: wenn du zu große Gelenkschmerzen bekommst oder dir die Füße zu sehr wehtun, mache Pausen und brich eine geplante Wanderung lieber ab, als dich zu quälen und dich damit eventuell sogar länger außer Gefecht zu setzen.

Achte bei der Auswahl deiner Wanderung unbedingt auch auf den Höhenverlauf. Es ist etwas anderes, ob du 10 Kilometer im flachen Land läufst oder im steilen bergigen Gelände. Wähle notfalls lieber eine kürzere Strecke aus. Als Faustformel kannst du davon ausgehen, dass pro 100 Meter Anstieg rechnerisch ein Kilometer dazukommt. Wenn du zum Beispiel auf einer 10 km Tour insgesamt 500 Meter Anstieg hast, ist es in etwa die gleiche Leistung, als wenn du 15 Kilometer im flachen Gelände gewandert bist. Diese 15 Kilometer werden auch als „Leistungskilometer“ bezeichnet.

Viele Vorschläge für Wandertouren findest du heutzutage im Internet. Bei komoot, alltrails oder outdooractive kannst du dich kostenlos anmelden und dir eine geeignete Tour in deiner Nähe aussuchen. Wenn du ein GPS-Gerät oder eine entsprechende App auf deinem Smartphone hast, kannst du dir die ausgewählte Wanderroute auch als .gpx-Datei auf dein Smartphone oder GPS-Gerät laden und dich anschließend vor Ort automatisch leiten lassen. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass der Akku meines Smartphones sehr schnell leer wurde, wenn ich auf einer Wanderung eine solche App genutzt habe. Wenn man dann keine Powerbank (Ladegerät für’s Smartphone) oder eine Wanderkarte aus Papier dabei hat, ist man ziemlich allein gelassen und das mitten während der Tour. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sich zur Sicherheit ein zusätzliches Ladegerät oder eine topographische Wanderkarte über dieses Gebiet mitzunehmen. Das mache ich seitdem immer und bin zusätzlich auf eine Smartwatch von Garmin umgestiegen. Diese hat eine äußerst lange Akkulaufzeit und man kann ebenfalls Wanderrouten im gpx-Format darauf laden. Es gibt eine Menge großartiger Quellen, um einen Wanderweg zu finden. Wenn eher Bücher dein Ding sind, gibt es auch tolle Wanderführer. Sehr empfehlenswert finde ich die Wanderführer von KOMPASS*.

Mach dich mit der Wanderung vertraut, bevor du los gehst. Lies den Wanderführer, damit du weißt, was dich erwartet und wie lange du ungefähr dafür brauchst.

2. Du brauchst keine High Tech-Wanderausrüstung

Für das Wandern brauchst du keine aufwändige und teure Bekleidung oder Ausrüstung. Vermutlich hast du alles, was du brauchst bereits im Schrank. Für den Anfang reicht es aus, wenn du möglichst Kleidung aus Synthetik-Fasern wählst. Vermeide nach Möglichkeit in Jeans und Baumwoll-Shirt loszugehen. Diese bestehen aus Baumwolle und saugen sich schnell mit Feuchtigkeit voll, werden schwer und trocknen nur sehr langsam wieder. Synthetische Kleidung trocknet schneller und wird nicht schwer, wenn sie nass geworden ist. Synthetische Kleidung ist zumeist auch atmungsaktiv und lässt deinen Schweiß von innen nach außen abdampfen. Wenn du dir am Anfang deiner Wanderkarriere noch keine hochwertige wasserdichte und atmungsaktive Funktionsjacke kaufen magst, aber auch nicht im Sommer-Regen in einer günstigen Regenjacke schwitzen willst, kannst du auch einen Regenschirm mitnehmen, wenn es nach Regen aussieht.

Ich empfehle, für’s Wandern eine lange Hose zu nehmen. Damit ersparst du dir aufgekratzte Unterschenkel, wenn es durch dorniges Gestrüpp geht und du bist sicherer vor Zecken, als in einer kurzen Hose.

Schuhe sind beim Wandern selbstverständlich auch wichtig. Ein gutes Paar Turnschuhe oder Trailrunner ist für den Anfang eine gute Wahl. Wenn du Gefallen am Wandern findest, kannst du deine Kleidung später nach und nach weiter verbessern und optimieren.

Ein (kleiner) Rucksack, in dem du Wasser, etwas Verpflegung und Ersatz- oder Regenkleidung transportieren kannst, darf auch nicht fehlen.

3. Hinterlasse keine Spuren

Lasse nichts zurück und nimm nichts mit außer schönen Erinnerungen. Bitte hab Respekt vor der Natur und nimm Rücksicht auf andere Wanderer.

  • Wirf nichts weg und nimm deine Abfälle wieder mit.
  • Bleib auf den offiziellen Wegen.
  • Beschädige nicht deine direkte Umgebung. Brich zum Beispiel keine Äste ab.
  • Nimm Rücksicht auf andere Wanderer und Tiere (keine laute Musik usw.).
  • Wandern ist derzeit voll im Trend und immer mehr Menschen sind in der Natur unterwegs. Mache dich stark für die Natur und gehe rücksichtsvoll mit ihr um. Wenn du magst, kannst du einen kleinen Müllbeutel mit auf deine Wanderungen nehmen und den ein oder anderen unachtsam weggeworfenen Gegenstand aufsammeln und am Ende deiner Wanderung entsorgen. Das gibt dir zusätzlich ein gutes Gefühl und du hast etwas für eine saubere Umwelt getan.

4. Lerne, deine Karte zu lesen (analog und digital)

Wie schon weiter oben beschrieben, verlass dich bitte nicht nur auf eine Smartphone-App, um zu wissen, wo du dich befindest und in welche Richtung es weitergeht. Du benötigst auch eine Papierkarte. Ich kopiere mir oft den Bereich meiner geplanten Wanderung auf ein oder zwei DIN A4 – Blätter und markiere meine Route mit einem Textmarker.
So habe ich immer noch eine zusätzliche Sicherheit, um mich nicht zu verlaufen. Wenn es regnet kann man die Kopien auch sehr schön in eine Klarsichthülle stecken.

Ich lade mir meine geplante Wanderroute immer als eine GPX-Datei auf meine GPS-fähige Smartwatch oder auf mein GPS-Gerät. So kann ich jederzeit meinen aktuellen Standort mithilfe von Satelliten bestimmen.
Heute verfügen auch fast alle Smartphones über GPS. Für den Anfang ist es nicht verkehrt, sich seine Wanderroute auf sein Smartphone zu laden. Für kleinere Touren bis ca. 10 Kilometern ist das meist ausreichend und du sparst das Geld für ein doch meist recht teures GPS-Gerät. Wenn du dir zum Beispiel die App von komoot herunterlädst, ist es relativ einfach, dir deine Wanderung auf’s Smartphone zu laden. Auf komoot.de teilen sehr viele Wanderer ihre Wanderungen, und du kannst sie herunterladen und einfach nachwandern. 🙂
Wenn du eine App verwendest, solltest du darauf achten, dir die Karten auch für die Offline-Verwendung herunterladen. Dies stellt sicher, dass dir die Karte auch dann zur Verfügung steht, wenn wenn du mal keine Internetverbindung hast.

Tipp: Versuche zunächst, dich mit der Beschreibung und der Papierkarte zurechtzufinden. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, kannst du einen Blick auf deine App werfen, um dich zu vergewissern. So sparst du eine Menge Akku-Laufzeit und lernst, dich mit einer topographischen Karte zurechtzufinden.

5. Lass dir Zeit

Gerade als Anfänger ist es wichtig, nicht unbedingt schnell unterwegs zu sein, sondern lieber langsam und achtsam. So kann sich dein Körper an das Wandern gewöhnen und du verpasst nicht die Gelegenheit, Wildtiere und andere natürliche Schönheiten zu entdecken. Wandern in einem angenehmen Tempo ist auch eine großartige Möglichkeit, um alles in sich aufzunehmen. Genieß die Natur und die frische Luft und hab Spaß!

6. Hab keine Angst, dich zu verlaufen

Wenn du glaubst, vom geplanten Weg abgekommen zu sein, bleibe erstmal stehen und lauf nicht einfach weiter. Überfliege nochmal die Beschreibung der Tour. Vielleicht kommt die etwas bekannt vor. Falls du ein GPS-fähiges Smartphone oder ein GPS-Gerät mit der Route dabei hast, kannst du ganz einfach nachsehen, wo du dich gerade befindest und wo sich die eigentliche Route befindet. Wenn nicht, dann gehe einfach zurück, bis die Umgebung mit dem übereinstimmt, was in der Beschreibung angegeben ist. Vom Weg abkommen ist keine Schande und passiert den besten Wander:innen!

7. Tausch dich mit anderen aus

Teile deine Bilder und Erlebnisse mit Gleichgesinnten in den sozialen Medien. Bei Facebook gibt es einige Gruppen zum Thema Wandern, denen du beitreten kannst. Wenn du zufällig vorhast, mit Wandern dein Gewicht zu reduzieren oder konstant zu halten, dann schau doch mal bei unserer Gruppe vorbei! Mach dir das Wandern zur Gewohnheit und beobachte, wie sich dein Leben verbessert. Viel Spaß dabei!


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